Donnerstag, 25. Oktober 2007
Warnung vor Abzocke durch Porto-Geier im Internet!

Für mein Olympus-Diktiergerät fehlte mir ein passender Kopfhörer. Also auf der Olympus-Seite nachgesehen. Kosten: 11 Euro, auf Lager. Versandkosten: 5 Euro.
Unfassbar, oder? Gehe jetzt zum Fachhändler um die Ecke in Bonn.

Fall zwei: Vor kurzem ein Buch bei Amazon-Subbuchversender gekauft. Kostenpunkt: 1 Euro. Versand: 3 Euro. Kam als Büchersendung an: 0,85 Euro. Was für eine Gewinnspanne!

Fazit: Auf Versandkosten achten oder direkt in der eigenen City kaufen.
0 Kommentare »
Mittwoch, 24. Oktober 2007
Habe gestern Abend Katja Lange-Müller im Literaturhaus Köln erlebt. Sie las aus ihrem hochgelobten neuen Roman "Böse Schafe". Das, was sie las, hörte sich gut an: die Anbahnung der Liebesgeschichte zwischen Soja und Harry in West-Berlin 1987.

Der Auftritt der Autorin: rundum sympathisch. Sie wirkte offen und frei heraus, witzig - und das mit einer schnoddrig-schönen Berliner Schnauze.

Am meisten gefallen hat mir ihre Aussage, dass sie (bekannte, berühmte, reiche) Menschen daran erkenne, wie sie mit Taxifahrern, Kellnern und anderen Menschen aus diesen Berufsgruppen umgingen.

Interessant auch die Aussagen, dass sie sich nicht unter Tarif bezahlen lässt (800 Euro für eine Lesung aber könne sie kaum ausschlagen).
Und dass sie einen neuen Text am besten in einem durch schreiben müsse, weil er nicht wieder "kalt" werden dürfe. Sonst müsse sie quasi von vorne beginnen, um sich ihrem eigenen Text erneut zu nähern und die Knetmasse Sprache wieder weich zu machen.

Respekt auch vor der Leistung des wunderbaren Moderators Denis Scheck (Deutschlandfunk und "druckfrisch", jeden ersten Sonntag in der ARD, 23.30 Uhr).
Besonders schön sein Zitat von Max Frisch zum Literaturbetrieb: "Der Unterschied zwischen einem Pferd und einem Autor: das Pferd versteht die Sprache der Pferdehändler nicht."

Morgen, 25.10.2007, ist Lange-Müller zu Gast in der Universität Köln.

Linktipps:
Literaturhaus Köln
druckfrisch (Mit einem Beitrag über Katja Lange-Müller vom 7.10.07)
0 Kommentare »
Donnerstag, 18. Oktober 2007
Wie zu sehen, hat in der Bonner Altstadt die Paarungszeit der Schnaken begonnen.
Was zur Frage führt, welchen Nutzen sie im Ökosystem erfüllen.

Auf der Suche nach Antworten hilft Wikipedia:
Zumindest die Larven haben eine nützliche Funktion. So heißt es: "Die Larven spielen eine wichtige Rolle für das Aufarbeiten von Laub und Nadeln, von morschem Holz in feuchten bis nassen Böden oder in Süßwasser."
Aber es gibt wohl auch eine schadhafte Wirkung, Zitat: "Neben der oben erwähnten, nützlichen Funktion können die Larven der Schnaken bei Massenauftreten auch schädlich sein und vor allem in Anpflanzungen von Gemüsepflanzen einen beträchtlichen Schaden anrichten. Im Extremfall können bis zu 400 Larven pro Quadratmeter im Boden leben und dort durch Wurzelfraß sowie durch nächtlichen Oberflächenfraß die Pflanzungen zerstören."

Abgesehen von ihren Funktionen für das natürliche Gleichgewicht hat die Schnake für die deutsche Sprache stets bereichernd gewirkt, denn sie hat viele wohlklingende, fast poetische Namen:
"Regional werden Schnaken auch bezeichnet als Bachmücken, Pferdemücken, Elefantenmücken, Langbeinmücken, Stelzmücken, Kankel (Südniedersachsen), Schneider, Keilhacken, Staunzen, Mückenhengste, Mückenböcke, Mückenbullen, Hexen, Haxensepp (Südbayern), Schuster, Schnegger, Slak, Schnok, Amel, Emel, Purks, Pock(s), Hemel, Fräter, Sappen, Tod oder Kothammel."

Ein alter Freund würde zu obigem Bild sagen: "Da haben sich zwei Keilhaken ineinander verkeilt."

Linktipp:
Wikipedia
0 Kommentare »